Alphataucher

Tauchturmfahrt 2010

oder unsere Vereinsausfahrt zum DLRG Tauchturm in Berlin (http://www.tauchturm.dlrg.de)

geschrieben von Sindy

Am 20.02.2010 war unsere Vereinsausfahrt nach Berlin zum DLRG-Tauchturm. Für einige Vereinsmitglieder war dieser Besuch im Tauchturm nicht der erste. Für mich stellten sich, als "Erst-Täter", jedoch bereits einige Wochen im Voraus erste Fragen: Wie fühlt es sich an 50 m tief zu tauchen? Woran merke ich, dass ich einen Tiefenrausch bekomme? Wie lange dauert so eine Tauchfahrt? Diese und viele weitere Fragen wurden in unserem sehr aktiven Vereinsforum jedoch schnell beantwortet.

 

Mit dem Vereinskollegen Frank fuhr ich als am 20.02.2010 um 6 Uhr morgens nach Berlin. Nach kurzem Stopp an der Autobahn haben wir bei einem Kaffee ca. 50 km vor Berlin bereits einige der anderen "Abenteurer" getroffen.

 

Unsere erste Tauchfahrt war für 10:30 Uhr geplant. So konnten wir die gemeinsame Zeit zuvor sehr gut für ein gemeinsames Frühstück nutzen. Die Mitarbeiter des DLRG-Tauchturms, Dieter und Sascha waren an diesem Tag für die Organisation, Einweisung und Durchführung zuständig. Dieter erklärte uns sehr genau den Ablauf der Tauchfahrt und überprüfte jeden einzelnen Tauchpass auf die gültige Tauchtauglichkeit.


Danach ging es schon ans Umziehen und "Aufrödeln". Nachdem die Taucher der ersten Kammerfahrt fertig neben dem Tauchturm standen, folgte der mehr oder weniger elegante Einstieg durch die Luke. Ich konnte direkt an der ersten Tauchfahrt teilnehmen. Mit weiteren fünf Alpha-Tauchern befanden wir uns also im Tauchturm. Ein letztes Winken, dann ging auch schon die Luke zu - und ich saß drin . . .

Der Druckausgleich ist sehr viel intensiver und häufiger notwendig, wenn man sich nicht im Wasser befindet. Der Aufbau des Drucks geht mit echtem Lärm von statten. Richtig witzig wurde es, als wir wirklich in 42 m angekommen waren und ins Wasser steigen konnten. Wegen des ständig notwendigen Druckausgleichs haben wir uns die ganzen 2 Minuten nicht unterhalten können. Nun konnten wir die ersten Worte wechseln - mit echt witziger "Mickey-Mouse-Stimme"!

Der Abstieg der letzten 8-Meter-Wassersäule über eine Leiter erfolgte recht schnell. Untern angekommen konnten wir zum einen mit der vorhandenen Kamera "flirten" oder auch den Anderen des Vereins, die mittlerweile nach untern gelaufen waren um uns in 50 m Tiefe zu sehen und durch die vorhandenen Luken zuwinken.

Die eigentliche Zeit auf 50 m verging rasend schnell. Während der wenigen Minuten haben wir versucht ein paar - in dieser Situation nicht so leichte -  Matheaufgaben zu lösen. Bei der Herausforderung 7 x 20 bin ich gescheitert. Wirklich kaum zu glauben . . .  aber wahr. Und das als Betriebswirtin! Die Wahrnehmung selbst beschränkte sich bei mir wirklich nur auf das Wesentliche - irgendwie habe ich nicht viel um mich herum mitbekommen. In meinem Mund spürte ich einen seltsamen metalischen Geschmack.

Beim abgesprochenen Zeichen von Sascha, der die Tauchfahrt für uns durchführte, überwachte und sozusagen außen unser siebter Buddy war, machten wir uns nacheinander wieder auf die 8 m im Turm aufzutauchen. Oben angekommen legten alle ihre Geräte wie abgesprochen ab.


Nun planschten wir 6 Alpha-Taucher in der kleinen Tauchturmöffnung an der Wasseroberfläche und warteten darauf, dass Sascha uns wieder austauchen ließ. Zwischendurch entstand etwas Wasserdampf, der mit lautem Geräusch wohl nach draußen geleitet wurde. Ich glaube, das war der Zeitpunkt, wo ich Durst bekam. Tina stand an einem Fenster und trank aus ihrer Wasserflasche. Aber NEIN - damit konnte sie uns nicht ärgern - vielmehr wünschte ich mir jetzt einen leckeren Cocktail - hmmmm lecker. Wir witzelten alle miteinander und flachsten mit der Kamera.

Als wir wieder auf 0 m angekommen waren, öffnete sich wieder die Luke und der Ausstieg begann. Nun ging es direkt los mit einigen Reaktions- und Gleichgewichtsübungen. Sascha gab die Anweisungen. Gleiches sollte sich zur Kontrolle in 25 Minuten noch einmal wiederholen. Aber bis dahin war wieder viel Zeit um zu fotografieren. Hierbei entstanden wirklich viele tolle Fotos. Die Teilnehmer der zweiten Tauchfahrt waren schon bereits zum Abtauchen. Für die nächste Gruppe war unser Ausstieg somit der Start in ihr Abenteuer.

Zum Ausklang unserer Vereinsausfahrt trafen wir uns alle im nach gelegenen Restaurant an einer langen Tafel und konnten noch einmal unsere Erlebnisse und Eindrücke bei einem leckeren Essen austauschen. Gegen 16 Uhr fuhren wir wieder in Richtung Hamburg. Alles in Allem ein sehr schöner Tag. Für die tolle Organsisation bedanken wir uns alle und denken, dass die gemachten Fotos diesen Tag zusätzlich ausgezeichnet dokumentieren.

 

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