Alphataucher

Wracktauchausfahrt 2009

Na, das konnte ja heiter werden. In strömenden Regen machten sich siebzehn Alpha-Taucher auf den Weg nach Norden. Sie wollen eine Wracktauchausfahrt mit der MS Wiking unternehmen. Schon seit Wochen freuten sich alle auf einen schönen Tauchausflug. Die Wetteraussichten wurden immer schlechter. Es wurde sogar eine Schlechtwetterfront mit Sturmböen vorhergesagt.

Trotzdem trafen sich die Unerschrockenen bei Landregen, noch leicht verschlafen in aller Frühe um 07:00 Uhr im Hafen von Kappeln und hofften auf etwas Sonnenschein.

Dieses Jahr sollte die Ausfahrt mit der MS Wiking stattfinden. Vollzählig und pünktlich trafen alle Teilnehmer am Treffpunkt ein. Noch etwas müde wurde dann das Tauchgerödel an Bord gebracht und verstaut. Dann ging es über die Schlei hinaus auf die Ostsee. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Brötchen wurden die Gruppen eingeteilt und es erfolgte das Briefing. Das Tauchgangsprotokoll der Gruppen hat Thorsten gewissenhaft geführt.

Das schönste war, dass immer weiter auf der Ostsee auch das Wetter immer besser und schöner wurde. So konnte die gesamt Ausfahrt sogar mit Sonnenschein erfolgen.

Das erste Ziel war das Wrack der Tjalk. Das erste Team, Dirk-Rainer und Daniel mussten die MS Wiking an dem Wrack befestigen. Dann konnten die anderen Gruppen nach und nach folgen und einen schönen Tauchgang unternehmen.

Die "Tjalk" ist ein holländisches Plattbodenschiff, liegt auf Grund bei ca. 23 m und steht aufrecht auf dem Kiel. Das Schiff ist ungefähr 25 m lang und 7 m breit. Der Mast ist noch vorhanden. Das Deckshaus aus Metallwänden ist schon stark zusammengefallen. Insgesamt ist das Wrack über und über wunderschön dicht bewachsen. Große Seenelken und Seescheiden bedecken fast das ganze Wrack der Tjalk. In dem Wrack und unter dem Schiffsrumpf sind in jedem Schlupfloch und in jeder Nische Dorsche zu entdecken.


Das letzte Team (Isa und Uschi) musste dann -mit all ihrer Frauenpower- den um den Mast geschlungenen Tampen entknoten. Doch das war gar nicht so einfach weil das Tau sich durch den Druck der Wiking festgelegt hatte. Aber die beiden Mädels zogen mit all ihrer Kraft an dem Seil und konnten dann das Schiff befreien. Nach dem freien Aufstieg und dem Sicherheitsstopp wurden sie dann wieder an Bord genommen.

Nach Hühnersuppe und Bockwurst wurde nach dem Umsetzen der zweite Tauchgang unternommen.Als zweiten Tauchplatz wurde das Wrack des Minenräumbootes R-222 gewählt. Diese Wrack ist allerdings schon recht zerfallen. Es sind noch einige Motorenteile zu erkennen. Und wieder konnten alle Taucher einen schönen Tauchgang in der Ostsee unternehmen. Nach den Tauchgängen ging es dann bei einer Tasse Kaffee wieder zurück in den Hafen von Kappeln.

 

Das Wetter war gut und alle hatten unglaublich viel Spaß! Erst auf der Rückfahrt begann es wieder aus den Wolken zu schütten.

 

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